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Sonntag, 25. Oktober 2015

German Curves - Style Dein Keypiece Der Saison! - DAS CAPE!

Liebe Leserinnen und Leser,

Mein Sommer lässt sich in 3 Worten zusammen fassen: Flohmarkt, Theater, See. Ich habe so unglaublich viele Flohmärkte besucht, tolle außergewöhnliche Schnäppchen gemacht, interessante Gespräche geführt, mir meinen Traum vom Besuch des längsten Flohmarkt Deutschlands erfüllt (was sich eher als Alptraum entpuppte) und einige neue Flohmärkte entdeckt.
Da wir beim Theater zur Zeit 15 Spieler sind und sich dadurch viele Spieler mit Minirollen im Hauptstück begnügen müssen gab es in diesem Jahr ein Sommerprojekt: Der Tatortreiniger nach der bekannten Fernsehserie. Ich hab sofort meine Chance ergriffen und mitgemacht. Diese Entscheidung habe ich schnell bereut denn das hiess zwei Monate lang fast jeden Abend bis spät in die Nacht proben. Dazu kam das ich eine komplett andere Vision von der Umsetzung hatte und mir die 1:1 Kopie null zusagte. Ich habe in einer Folge den Tatortreiniger und in einer anderen Folge die 114 kg Frau gespielt und ich war auch noch für das Kostümbild zuständig. Letzten Endes hat sich alles gut zusammen gefügt, das Spielen hat unglaublichen Spaß gemacht und kam beim Publikum super an. Ich konnte die Rollen zu meinen machen und der Moment wenn das Publikum da ist und man das Feedback hört ist einfach unbeschreiblich gut. Wenn ich hinter der Bühne stehe und die Energie spüre dann erfüllt mich tiefe Liebe und ein innerliches Strahlen.
Ansonsten bin ich nach Feierabend sooft wie möglich zum See gefahren. Wir haben hier einen wundervollen See, er liegt schön zwischen kleinen Hängen, drum herum stehen Bäume und es gibt einen kleinen Sandstrand. Das Wasser ist klar und eiskalt und wenn man seine Mitte erreicht hat streichen ab und an Algen über den Bauch bei denen ich jedesmal wie ein kleines Kind kreischen muss. Wenn man sich beim Schwimmen auf den Rücken legt und in den Himmel schaut überkommt einen eine Ruhe und Entspannung und man spürt richtig wie sich die Batterien im Körper aufladen: eine Wohltat für Körper und Seele. Als ich das erste Mal dort war habe ich es nicht geschafft die einfache 800m Strecke durch den See zu schwimmen sondern muste auf der Hälfte umdrehen. Beim letzten Mal bin ich 3 Runden hin und zurück geschwommen. An meinen ersten Tagen trug ich stets einen Badeanzug, aber ich mag Badeanzüge nicht, das wurde mir immer deutlicher. Ganz davon abgesehen das man in keiner Badebekleidung etwas verstecken kann. Deshalb probierte ich Tankini, Fatkini und Bikini aus und schnell war klar das ich mich im Bikini am wohlsten fühlte. Komische Blicke habe ich nur einmal bewusst wahrgenommen, war mir aber echt egal. Wenn die Leute über Dich reden wollen dann tun sie das, ganz egal was Du anhast. Und das Körpergefühl das ich beim Schwimmen habe ist so überwältigend das es das schlechte Gefühl wegen komischer Blicke 1000mal aufwiegt.

In der heutigen Runde German Curves geht es um das Keypiece der Saison. Auch wenn es sich teilweise schon wie Winter anfühlt haben wir doch ganz klar Herbst. Und mein Keypiece ist definitiv das Cape. Warum? Weil es im Herbst noch nicht kalt genug für einen richtigen Mantel und nicht mehr warm genug für eine Strickjacke ist und wir etwas brauchen was unsere empfindliche Schulterpartie warm hält. Und weil Capes uns ein Gefühl von Superkräften geben! Mein Cape habe ich auf dem Flohmarkt für 12€ ergattert und konnte mein Glück nicht fassen. Es ist aus einem dicken warmen Stoff und in diesem herrlichen Knallrot das ich sowieso liebe. Ich glaube niemand anders hatte Interesse daran weil es einer von diesen 33 Grad Tagen war an dem man keinen Gedanken an kältere Tage verschwendet. Gestylt habe ich es mit Stiefeln, einem geblümten Schlauchkleid von Asos und einem Hut. Die Fotos wurden übrigens an meinem Sommerbadesee gemacht.

Eure NadinE


Cape: via Fleamarket, Boots: Sheego, Dress: AsosCurve, Hat: C&A
      


    
      
    

     

   
     


     


Hier geht es zum Keypiece Style der anderen Bloggerinnen:



Sonntag, 26. April 2015

German Curves - Sightseeing: Outfit Und Blick In Deine Stadt

Liebe Leser,

die German Curves starten heute mit dem Thema "Sightseeing: Outfit und Blick in Deine Stadt" in die dritte Runde. Ich wohne auf einem Dorf und obwohl wir hier auch tolle Sachen haben wie z.B.: das europaweit größte Gelbbauchunkenreservat und die weltweit bekannten Dinosaurierspuren habe ich mich ganz romantisch dafür entschieden in eine der drei Städte zwischen denen ich wohne (ich lebe sozusagen in einem Bermuda-Dreieck) zu fahren um Fotos am Bückeburger Schloß zu schiessen. Ich tat dies Dienstag Abend, sozusagen auf den letzten Drücker, denn ich hatte die ganze Zeit den 22.04. als Veröffentlichungstag im Kopf. Der Plan war theoretisch mal wieder ein Guter, aber wie so häufig hatte die Realität anderes mit mir vor. Es begann eigentlich gut. Ich machte zeitig Feierabend um um halben sieben an der "Location" zu sein. Ich hatte einen "Top" Fotografen mit Ausrüstung gebucht. Nun gut, nicht wirklich. Aber der Fotograf ist ein Freund der das ganze Hobbymäßig eine zeitlang recht ausgebaut hatte, obwohl seine Modelle sonst eher nackt sind. Meist drücke ich ja irgendeinem Laien die Kamera in die Hand und so war ich schon im Vorfeld sehr verkrampft ob ich mich einem Semiprofessionellen Fotograf überhaupt stellen sollte. Der erste Dämpfer folgte direkt vorm Schloß. Wir konnten keine Fotos machen da schon ein Kamerateam vom ARD da und angeblich wichtiger war als ich! Pöh! Unverschämtheit! 
Vielleicht kennen einige von Euch das Bückeburger Schloß sogar aus dem Fernsehen da es häufig für TV-Produktionen als Drehort benutzt wird. Es ist auch wirklich schön. Man kann herrlich im Schloßpark spazieren gehen, am Gelände rund um das Mausoleum findet immer das Mittelalterliche Spectaculum statt und es gibt eine Fürstliche Hofreitschule. Ab und an bekommt man auch mal den "Erbprinz" zu Gesicht. Wer hier jedoch auf einen gutaussehenden jungen Prinzen spekuliert wird enttäuscht. Bei seiner Verwandlung vom Frosch zum Prinz scheint etwas aus dem Ruder gelaufen zu sein oder hat er sich möglicherweise noch gar nicht verwandelt? Aber er hat ab und an andere Prinzen - gutaussehende Prinzen - zu Besuch denen man begegnen könnte. Deshalb lohnt es sich auch sich fürs Spazieren gehen dort hübsch zu machen und ein paar Pumps im Gepäck zu haben. Ihr kennt ja alle die Story von dem verarmten Mädchen und dem verlorenen Schuh. Wir beschlossen also erst einmal Fotos von der Rückseite des Schloßes zu machen. Es gibt einen langen Spazierweg und nur auf einem kleinen Stück stand die Abendsonne und während der ganze Weg leer war mussten sich genau auf diesem Stück das wir brauchten zwei Radfahrer niederlassen. Ein Vater und sein Sohn. Während der Vater rauchte verfüttert der Sohn mindestens 5 Kilo Brot an die Enten. Wir machten aus Verzweiflung ein paar Probeschüsse im Schatten. Ich freute mich als ich aus den Augenwinkeln sah das das Brot alle war, doch nun machten es sich die Beiden erst recht gemütlich, tranken etwas und schauten interessiert unserem Shoot zu. Ich war verkrampft und sehr unentspannt. Mein Gesicht und meinen Körper gleichzeitig unter Kontrolle zu bekommen ist fast unmöglich. "Leicht in die Knie gehen - die Hüfte schräg zwei Zentimeter nach vorn und den linken Fuß etwas ausstrecken..." Die Befehle rasselten auf mich zu doch meine Nervenbahnen schafften es nicht sie umzusetzen. Dann endlich verschwanden Vater und Sohn. Voller Vorfreude lief ich auf das Plätzchen zu, der Fotograf brachte die Kamera in Anschlag doch nichts passierte - Akku leer. Ich holte meine einfache Kamera aus der Tasche. Keine Speicherkarte. Gut, das die aus der Profikamera passte. Zwei Fotos später - Akku leer. Und das beste Licht auch schon fast weg. Ich musste irre Lachen. Wir fanden noch Batterien für meine Kamera und gingen zurück doch das Licht war inzwischen schon zu schlecht geworden und auch vorm Schloß konnten wir immer noch keine Fotos machen. Also haben wir ein wenig rumprobiert. Ich brauche eine große Anlaufzeit wenn mich jemand fotografiert und muss mich erstmal auf den anderen Menschen einlassen können. Das ist mir gestern nicht gut gelungen, obwohl es irgendwann anfing Spaß zu machen. Mal sehen ob der "Top"-Fotograf noch einmal mit mir zusammen arbeiten möchte. Ich hoffe ich kann Euch trotzdem einen kleinen Eindruck vom schönen Schloß bieten. Und demnächst zeige ich Euch bestimmt noch mehr Einblicke in die Städte zwischen denen ich lebe.

Eure NadinE


Shirt: BonPrix, Skirt: Asos, Shoes: Tamaris, Bag: via Fleamarket, Necklace: 3Suisses